Mal ganz was anderes…
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Die Reformatoren: Jan Hus Teil 2

Anfangs hielt Hus, die priesterliche Laufbahn als Karriereleiter. In dieser Zeit forschte er ausführlich in der Schrift und erhielt eine Klarheit darüber, was er gemäß der Schrift glauben sollte und was nicht. Wann genau er zu einer persönlichen Beziehung zum Herrn fand ist unklar-vermutet wird in der Anfangszeit seines Studiums.

Vorbildlich und Zielstrebend

Wegen seines Fleißes und seiner Sorgfalt im Studium konnte er 1393 ein erstes Examen ablegen(bachelor of arts). Seit Beginn seiner Studien hatte er eine besondere Haltung an den Tag gelegt:” Ich hatte für mich die Regel aufgestellt, dass ich meine bisherige Ansicht verwerfe, sobald ich eine bessere Ansicht entdecke. Denn mir ist klar, dass das, was ich bisher gelernt habe, verschwindend gering ist im Vergleich zu dem, was ich nicht weiß”. 

Patrioten

Während der Jahre 1398-1402 lebte Hus im König-Wenzel-College, einer kleinen Fakultät innerhalb der Uni. Dort freundete er sich mit mit Stephan von Palec an. Hus und Palec studierten Tag und Nacht zusammen und hatten regelmäßige Unterredungen mit ihrem Lieblingslehrer Stanislaus von Znaim.

Viele berennende Fragen, die sich mit den Leben John Wycliffs verbanden, wurden im Kreise dieser Männer diskutiert. Hus war fasziniert von Stanislaus wegen dessen Vorliebe für die Lehren des englischen Reformators John Wycliff.

1396 absolvierte Hus erfolgreich seine Diplomprüfung und Stansislaus überreichte ihm die Urkunde. Im gleichen Jahr wurde Hus als Lehrer an die Fakultät der Künste berufen. Er benutze einige von Wycliffs Werken als Lehrmaterial.

Als Pastor berufen

1401 kehrte Hieronymus ein alter Freund von Hus von der Oxforder Universität zurück. Mit dabei hatte er die Werke Wycliffs. Voller Wissensdurst studierte er sie. 1402 wurde Hus als Pastor der Bethlehemskappelle berufen-der Kirche, die das Zentrum der tschechischen Reformbewegung bildete.  Die Kapelle fasste 3000 Menschen und sie war der einzige Ort in der in der Landessprache gesprochen wurde.

Der aufstrebende Reformator

Hus bewies seine Liebe zu den einfachen Menschen auch dadurch, dass er hinter dem Kirchengebäude ein Wohnheim eröffnete, in dem arme Studenten aus bäuerlichen Familien untergebracht wurden. Er zeigte Verständnis und Mitgefühl für die Nöte der Armen. Hus betonte immer wieder, wie wichtig ein Lebenswandel sei, der biblischen Maßstäben entspräche und legte größeren Wert auf die Motive im Herzen als auf das äußerliche erkennbare Verhalten.

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