Auch der Erfolg hat Regeln

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Regeln oder Verpflichtungen, haben oft einen faden Beigeschmack. Selten denkt man, wenn man diese Wörter hört, an etwas Positives. Es heißt, Regeln und Verpflichtungen grenzen einen ein oder sie berauben mich meiner Individualität und Einzigartigkeit. Ich mach mich doch nicht zum Sklaven! Und und und es gibt unzählige Ausdrücke, die man als Antithese benutzt. Ich will dir mal eine andere Sicht der Dinge zeigen. Letzten Sonntag gewannen wir, der KSC, gegen Dynamo Dresden mit 3:0. In der Mannschaftsbesprechung, tätigte unser Trainier eine Aussage, die mich wirklich beschäftige und mich zum Nachdenken anregte. Er sagte: „Auch für den Erfolg gibt es gewisse Regeln, somit haltet euch alle an den Plan, denn das ist die Grundvoraussetzung um erfolgreich sein zu können“. Ich kann nur sagen, dass ich dem voll zustimme. Aufgrund unserer taktischen Disziplin sind wir schwer zu bespielen und schwer zu schlagen. Das ist ein Merkmal, das fast alle Trainer über uns, den KSC, sagen: „Sie spielen sehr diszipliniert“. Jede Mannschaft braucht einen Plan und ein Muster, dieses gibt meistens der Trainier vor. Deine Aufgabe besteht darin, deine Individualität und Einzigartigkeit in das vorgegeben Muster mit einzufügen  und bis an die Grenze zu gehen, sie aber nicht zu überschreiten. Ich meine die Grenze der Gemeinschaft. Der Einzelne wird in dem Ganzen zum Ausdruck gebracht und nicht andersherum. Wer den Anforderungen nicht entspricht oder besser gesagt nicht entsprechen will, der wird eben nicht vom Trainer aufgestellt. Bei wem willst du dich denn dann beschweren, wenn dein Ego einfach nur zu groß ist, du nicht bereit bist dich zu demütigen und das Ganze in den Vordergrund zu rücken, wenn nicht bei dir selbst? Genau das findest du auch in anderen Bereichen wieder. In der Arbeitswelt bist du den Regeln deines Arbeitgebers unterworfen. Er erstellt die Pläne für das Unternehmen, um einen maximalen Gewinn erzielen zu können. Teilt dich in eine Position ein, die du zu erfüllen hast nach dem Muster, dass er dir gab. Natürlich ist der individuelle Spielraum von Beruf zu Beruf verschieden. Wenn du jetzt nicht bereit bist dich dem unterzuordnen und dich an die Regeln zu halten, wem willst du dann die Schuld geben? Du wirst sicherlich Ausreden finden, doch das wird deinen Arbeitgeber sicherlich nicht interessieren. Er wird ganz simpel antworten, dass du dich nicht an seine Regeln gehalten hast, die, die auch für dich gut sind. Er ist in der Position und hat das Recht so über dich zu urteilen. Fast jede große Persönlichkeit hat sich an einen gewissen Plan oder Regeln gehalten, die die Grundlage für den Erfolg schufen, aber nicht den Erfolg garantierten versteh mich bitte richtig. Ich konnte wieder wunderbare Parallelen zum Worte Gottes herstellen. Denn auch Jesus ist in der Position des Arbeitgebers, um es bildlich zu vermitteln. Auch er hat seine Regeln und seinen Plan für sein Volk, seine Kinder, ja für die gesamte Menschheit. Der Vater hat Verpflichtungen seinen Kindern gegenüber, sie dem rechten Weg gemäß zu erziehen. Die Kinder sind dabei in der Position des Lernenden. Jesus Pläne sind gut und vollkommen für jeden, seine Absichten sind einfach perfekt. Es ist dasselbe Muster. Kannst du die Gemeinsamkeiten erkennen? Ich bin ehrlich, nicht jeder Arbeitgeber ist gerecht und dennoch unterwirft man sich ihm. Wie viel mehr sollte man sich dann dem, der alles in der Hand hält und der dich nie betrügen würde, weil er vollkommen gut und gerecht ist, unterwerfen? Die Bibel erklärt uns, dass jeder Gläubige Teil des Leibes Jesu ist. Jeder Leib hat verschiedene Funktionen und übt verschiedene Tätigkeiten aus. So hat jeder Einzelne seine Stärken, Talente und Gaben, die im Gesamtbild zur Geltung kommen. Das nennt man auch ganz einfach „Dienen“. Auch das ist ein Wort, welches man oft nicht gerne hört, weil es mit Schwäche, Kraftlosigkeit und Ziellosigkeit in Verbindung gebracht wird. Doch das ist das total falsche Verständnis davon. Seinen Mitmenschen zu dienen ist die starke Seite einer Persönlichkeit. Zu dienen erfordert Mut, Mut sein eigenes Ego, zum Wohle des Nächsten, nicht unbedingt durchsetzen zu müssen. Jesus kam um uns zu dienen und das als mächtiger Gott. Wir auf dem Feld dienen einander für das gemeinsame Ziel und sind uns nicht zu schade auch mal unschöne Aufgaben zu übernehmen. Alles beginnt in deinem Kopf! Wie denkst du über den anderen? Wie denkst du über deine Arbeitsstelle, Familie, Freunde, dein Leben selbst? Das womit du gefüllt bist, das wird äußerlich zum Ausdruck kommen. Bist du bereit einmal einen Weg einzuschlagen, der von der Gesellschaft vielleicht ungern gesehen wird? Oder lässt du dich lieber bequem von jedem Wind und Trend mittragen?

 

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